Textversion
Textversion

Kontakt Impressum

 

Mexikanische Rotknie Vogelspinne

Häutung/Feinden der Spinne

Warum müssen Spinnen sich häuten?

Da Spinnen, wie auch Insekten und Krebse, ein starres Außenskelett besitzen, müssen sie, um wachsen zu können, ihre alte, zu eng und klein gewordene Haut abstreifen. Vor einer Häutung wächst den Tieren eine noch weiche, dehnbare und größere Haut darunter. Ist auch diese Haut durch das Wachstum zu klein geworden, wiederholt sich dieser Vorgang bis zur Geschlechtsreife. Erst bei der letzten Häutung werden die Geschlechtsorgane funktionsfähig angelegt. Danach häuten sich nur noch Vogelspinnen weiter.  


Spinnen wachsen nicht so wie wir Menschen. Sie entwickeln sich schrittweise, da ihre Außenhaut nicht mitwachsen kann. Und bei jedem Schritt wächst der Spinne ein neues Außenskelett unter dem alten. Irgendwann macht es "kracks" und das äußere Außenskelett wird aufgesprengt. Die Spinne häutet sich und wirft die alte Haut ab. So werden auch verlorene oder beschädigte Beine, Taster, Chelicerenklauen und Spinnwarzen ersetzt. Kleine Spinnen brauchen für die Häutung wenige Stunden, große Spinnen müssen dafür mehrere Tage in Anspruch nehmen. Bis eine Spinne ausgewachsen ist, häutet sie sich fünf- bis zehnmal. Die Phase der Häutung ist für die Spinne äußerst gefährlich, zumal sie ihren Feinden schutzlos ausgeliefert ist. Aber auch bei einer unsachgemäßen Häutung kann sich die Spinne selbst verletzen. Der Vorgang ist daher sehr zeitintensiv, weil die Spinne so vorsichtig wie möglich agieren muss, um heil aus ihrer Hülle zu gelangen.Kurz bevor sich eine Spinne häutet, frisst sie nichts mehr und schläft viel. Während dieser Zeit entsteht eine neue faltige Haut unter der alten. Die Spinne pumpt dann irgendwann Blut in ihren Vorderleib. Er schwillt dadurch an und bringt die alte Haut, die jetzt sehr dünn geworden ist, zum Reißen. Sobald sich die Spinne aus ihrer alten Haut befreit hat, beugt sie alle ihre Laufbeine, damit die Gelenke geschmeidig bleiben. Währenddessen trocknet das neue Außenskelett und verhärtet sich. Nur die Haut des Hinterleibs bleibt weich, damit sich dieser bei z.B. der Ablage von Eiern dehnen kann.  



Feinde der Spinnen

Zu den Feinden der Spinne gehören unter anderem Eidechsen, Frösche, Spitzmäuse, Affen, Opossums und Kröten. Vögel zählen nicht unbedingt zu den Feinden der Spinnen, da diese meistens tagsüber unterwegs sind, während die Spinne ein nachtaktiver Räuber ist. Die häufigsten Feinde, vor denen sich Spinnen in Acht nehmen muss, sind jedoch die wirbellosen Tiere. Dazu zählen andere Spinnen, Schlupfwespen, Raubwanzen, Skorpione und Hundertfüßer. Die Schlupfwespe greift jede Art von Spinne an, egal ob diese nun gleich groß oder gar größer als sie selbst ist. Sie sticht die Spinne, um sie zu lähmen. Danach schleppt sie sie in ihr Erdloch, legt ein Ei in deren Körper und begräbt sie bei lebendigem Leibe. Die Wespenlarve schlüpft dann irgendwann aus ihrem Ei und findet sich inmitten von viel leckerem Fleisch wieder. So stellt die Spinne für die kleine heranwachsende Wespe eine Art lebende Speisekammer dar. Viele Spinnen haben sich deshalb eine ausgeklügelte Tarnung zugelegt:  


Zurück

Weiter


Mexikanische Rotknie Vogelspinne